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metalabor zwölf

Kollektiv

Was ist ein Kollektiv? Eine Umkreisung der Zusammenhänge zwischen kollektiv, Gabe und was das mit Gastfreundschaft zu tun hat.

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metalabor elf

Anderweite, Antwortnot, Resonanz

Eine Begriffsklärung auf Grundlage des Netzkunstwörterbuchs von Kurd Alsleben (HFBK Hamburg) Einleitung Das metalabor geht in seine elfte Ausgabe. Rückblickend – und als Ausblick – stelle ich fest: Die Menschen, die das metalabor ausmachen, haben von Beginn an mit Begriffen gearbeitet, die Kurd Alsleben theoretisch gefasst hat. Bewusst oder unbewusst. Anderweite, Antwortnot, Resonanz, Redundanz – […]

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metalabor elf

Gift fürs Hirn

Was einmal „Inhalt“ hieß, Journalismus, Kunst, Literatur, Film, wurde durch ein einziges englisches Wort zu austauschbarer Ware nivelliert. „Content“ impliziert, dass ein Gefäß gefüllt werden muss, egal womit. Wo „Inhalt“ nach dem Kern fragt, fragt „Content“ nach dem Volumen. Eine Abrechnung.

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metalabor elf

Alles ist im Fluss

Die KI-Propheten predigen Anpassung als Naturgesetz: Skills statt Abschlüsse, lebenslanges Lernen statt Bildung, Flexibilität statt Verwurzelung. Alles ist im Fluss – aber wohin fließt er? Dieses Théorie-Dérive durchquert Heraklit und das Daodejing, Baumans flüssige Moderne und Eva von Redeckers Bleibefreiheit. Was dabei sichtbar wird: Die Propheten selbst stehen am Ufer. Ins Wasser schicken sie andere.

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metalabor elf

Die Autoritäre Internationale und ihre Ingenieure

Tech-Kapital und autoritäre Politik finden zueinander – das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Wahlverwandtschaft. Rainer Mühlhoff nennt es den neuen Faschismus. Hito Steyerl spricht von „artificial stupidity“. Marx hat die Mechanismen schon beschrieben. Die Frage ist nicht, ob das Spiel aus ist. Die Frage ist, ob wir mitspielen.

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metalabor elf

Das Gespenst der künstlerischen Autonomie

Während Künstler:innen darüber streiten, ob ihr Werk „KI-frei“ ist, generieren autonome Waffen Todeslisten. Die Debatte um künstlerische Autonomie ist ein Zwergenaufstand – eine Ablenkung von Tech-Feudalismus, Neokolonialismus und der globalen Unterklasse der Datenproletarier. Ein Furz im Wind.

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metalabor elf

Systemisches Gaslighting

Systemisches Gaslighting ist kein Bug, sondern ein Feature. Gitta Peyns FORMWELT-Analyse trifft auf Miranda Frickers epistemische Ungerechtigkeit und Byung-Chul Hans Psychopolitik: Wie Konditionierung uns beibringt, unserer Wahrnehmung zu misstrauen – und warum neurodiverse Menschen die Sensoren sind, nicht die Gestörten.

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metalabor elf

Die Universalismen der Anderen

Wer den Anderen die Fähigkeit zum Universalismus abspricht, reproduziert koloniale Logik. Die Drift durch Laozi, Ubuntu, Mengzi und Dussel zeigt: Der Westen hat kein Monopol auf universelle Ansprüche. Die Menschenrechte sind legitimiert durch Kämpfe, nicht durch Unterschriften kolonialer Staatskonstrukte.

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Allgemein

Metamorphosen des Imperiums

Die National Security Strategy 2025 inszeniert sich als Bruch – „America First“ statt liberaler Universalismus. Doch die koloniale Logik verschwindet nicht, sie wechselt den rhetorischen Mantel. Ein Theorie-Dérive, 23 Driften: Clausewitz, Chamayou, Mbembe, Marx, Spivak. Keine Synthese, nur Pfade für die, die nach uns kommen.

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metalabor elf

Autarkie in den Rissen

Autarkie kippt ins Totalitäre, wo sie sich verabsolutiert. Aber in den Rissen kapitalistischer Mobilisierung wächst Widerständiges – nicht als Rückzug in Festungen, sondern als störrisches Verweilen im Nicht-Skalierbaren. Der Matsutake zeigt: Wer der Kommodifizierung entgleiten will, braucht Porosität, nicht Mauern.