Autarkie kippt ins Totalitäre, wo sie sich verabsolutiert. Aber in den Rissen kapitalistischer Mobilisierung wächst Widerständiges – nicht als Rückzug in Festungen, sondern als störrisches Verweilen im Nicht-Skalierbaren. Der Matsutake zeigt: Wer der Kommodifizierung entgleiten will, braucht Porosität, nicht Mauern.
Autor: sab
Sascha Büttner
Seit mehr als 25 Jahren übt Sascha Büttner die Profession des Coaches sowie des Trainers in der Arbeitswelt aus, ist Taijiquan, Tai Chi und Qigong praktizierender und meditiert seit seinem 14. Lebensjahr. Zudem betätigt er sich als Fotograf, Herausgeber und Autor. Zeit seines Lebens folgt er dem Tao.
Sascha Büttner gründete und betreibt das metalabor, einen der kleinsten, deutschsprachigen Think Tanks.
Ein Satz von Anna Tsing über Entfremdung und mobile assets – achtundzwanzig Driften lang aufgebrochen, bis Container zu Särgen werden, Pilze zum Widerstand, Infrastrukturen zu geronnener Herrschaft. Von Marx über Haraway bis Liboiron: Das Zitat als Portal in die Gewaltförmigkeit globaler Warenketten.
Autarkie und autoritäre Drift
Autarkie kippt ins Totalitäre, wo sie sich verabsolutiert, Exit-Optionen verstopft und jede Relativierung verliert. Indigene, Klöster, Taoismus zeigen Gegenwege: kosmologische Einbettung statt Souveränitätswahn, rhythmische Öffnung statt Grenzfixierung, Sollbruchstellen im System. Geschlossene Gemeinschaften brauchen Porosität – durch Handel, Transzendenz, Diskurs oder prozesshafte Selbstauflösung.