Systemisches Gaslighting ist kein Bug, sondern ein Feature. Gitta Peyns FORMWELT-Analyse trifft auf Miranda Frickers epistemische Ungerechtigkeit und Byung-Chul Hans Psychopolitik: Wie Konditionierung uns beibringt, unserer Wahrnehmung zu misstrauen – und warum neurodiverse Menschen die Sensoren sind, nicht die Gestörten.
Schlagwort: Drift
Die Universalismen der Anderen
Wer den Anderen die Fähigkeit zum Universalismus abspricht, reproduziert koloniale Logik. Die Drift durch Laozi, Ubuntu, Mengzi und Dussel zeigt: Der Westen hat kein Monopol auf universelle Ansprüche. Die Menschenrechte sind legitimiert durch Kämpfe, nicht durch Unterschriften kolonialer Staatskonstrukte.
Metamorphosen des Imperiums
Die National Security Strategy 2025 inszeniert sich als Bruch – „America First“ statt liberaler Universalismus. Doch die koloniale Logik verschwindet nicht, sie wechselt den rhetorischen Mantel. Ein Theorie-Dérive, 23 Driften: Clausewitz, Chamayou, Mbembe, Marx, Spivak. Keine Synthese, nur Pfade für die, die nach uns kommen.
Autarkie und autoritäre Drift
Autarkie kippt ins Totalitäre, wo sie sich verabsolutiert, Exit-Optionen verstopft und jede Relativierung verliert. Indigene, Klöster, Taoismus zeigen Gegenwege: kosmologische Einbettung statt Souveränitätswahn, rhythmische Öffnung statt Grenzfixierung, Sollbruchstellen im System. Geschlossene Gemeinschaften brauchen Porosität – durch Handel, Transzendenz, Diskurs oder prozesshafte Selbstauflösung.